Online-Veranstaltung
Vortrag: Muster symbolischer Gewalt
festival contre le racisme BONN 2020
Di, 26. Mai. 19:00 Uhr
Karten verfügbar





Festival
Die Veranstaltung findet online statt! Zoom-Meeting: https://uni-bonn.zoom.us/j/92630818577?pwd=N0dXVTUyV3dYWmtSa3JudUxWL3o3dz09
Anhand einer Reihe paradigmatischer Kunstwerke untersucht die Referentin das Motiv des „Zigeuner“-Kinderraubs und dessen Visualisierungen. Im Vordergrund steht die Analyse der Farbkodierung von Körpern und deren rassistische bzw. antiziganistische Verwendung. Die Referentin nimmt eine Bestandsaufnahme der Anpassungen des Motivs in verschiedenen visuellen Medien vor und arbeitet seine vielschichtigen Bedeutungen und Funktionen heraus. Die Analyse beginnt mit einer kritischen Betrachtung von Cervantes Erzählung „La gitanilla“. Weitere inhaltliche Schwerpunkte sind die holländischen Historienmalereien des 17. Jahrhunderts und die neu aufkommende Drucktechnik im 19. Jahrhundert.

Radmila Mladenova ist Literatur- und Filmwissenschaftlerin. Sie ist seit Januar 2018 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsstelle Antiziganismus am Historischen Seminar der Universität Heidelberg tätig.



Das festival contre le racisme bündelt eine Reihe von Kultur- und Vortragsveranstaltungen zur politischen Bildung. Die bundesweit an unterschiedlichen Universitäten durchgeführte Kampagne geht zurück auf eine Initiative des „freien Zusammenschlusses der StudentInnenschaften“ (fzs) und wird organisiert von der Bonner Studierendenschaft und verschiedenen lokalen zivilgesellschaftlichen und politischen Gruppen.
Ein entschiedenes Eintreten gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus ist auch im Jahr 2017 so notwendig wie eh und je. Die massive Steigerung von Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte – fast 1000 verzeichnete Fälle im vergangenen Jahr – sowie drohende Wahlerfolge rechtspopulistischer und -extremistischer Parteien in ganz Europa zeigen, dass es auch weiterhin des kontinuierlichen Engagements für ein friedliches und gleichberechtigtes Zusammenleben aller Menschen bedarf.
Insgesamt 10 Veranstaltungen - darunter Vorträge, Lesungen, Filmvorführungen, ein Konzert sowie ein gemeinsames internationales Buffet – finden dieses Jahr im Rahmen der Aktionswochen des festival contre le racisme im April und Mai in Bonn statt.
Dabei sollen etwa Fragen nach einer sinnvollen und universalistisch orientierten antirassistischen Theorie und Praxis aufgeworfen, flüchtlingspolitische Themen behandelt und ungezwungene Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden. Das Festival richtet sich an alle Interessierten – ob Studierende oder nicht.
Autor / Komponist: festival contre le racisme BONN
Regisseur: AStA Uni Bonn // FemQrew

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