Stern Kino
MINA – DER PREIS DER FREIHEIT
festival contre le racisme BONN 2023
So, 18. Jun. 19:30 Uhr
Noch nicht verfügbar.

Markt 8
53111 Bonn


Infotainment
Filmvorführung mit Protagonistin und Filmemacher
Der Dokumentarfilm „Mina – Der Preis der Freiheit“ von Hesam Yousefi porträtiert Mina Ahadi, eine iranische Menschenrechtsaktivistin, die heute in Köln lebt. Mina kämpft seit Jahrzehnten gegen Hinrichtungen und Steinigungen im Iran – und wurde dadurch selbst zur Zielscheibe des Regimes. Mit zahlreichen Kampagnen hat sie die Weltöffentlichkeit auf die grausame Tötungspraxis aufmerksam gemacht und so unter anderem die Steinigung von Sakineh Mohamdi-Ashtiani verhindert. Dass heute im Iran nicht mehr gesteinigt wird, ist auch und vor allem Minas Verdienst.



Ein trauriger Höhepunkt ihres Lebens war die iranische Revolution 1979 und die damit verbundene Einführung des Hijab-Zwangs. Kurz nach der Machtübernahme der Islamischen Republik wurde Minas Ehemann, Ismail Yeganehdust, hingerichtet. Mina beschloss, ihr Leben dem Kampf gegen die Todesstrafe zu widmen. Sie konnte viele Menschen retten – doch in ihren Augen immer noch viel zu wenige. Durch ihre Kampagnen und den engen Kontakt mit den zum Tode Verurteilten entstand in vielen Fällen eine emotionale Bindung; sie nannten sie „Mutter“. Und „Mutter Mina“ musste um viele Kinder weinen.
In „Mina – Der Preis der Freiheit“ gibt Mina Ahadi Einblicke in ihr bewegtes Leben zwischen Familienglück und Personenschutz. Sie erzählt von ihren Erfolgen und Misserfolgen im Kampf gegen die Todesstrafe sowie für die Rechte von Frauen, Homosexuellen und Ex-Muslimen. Durch die Gründung des „Zentralrats der Ex-Muslime“ hat sie zahlreiche Morddrohungen bekommen. Obwohl sie ständig unter Angst leben musste, vermittelt Mina eindringlich, dass es trotz aller Grausamkeiten Hoffnung gibt.

Das Festival Contre le Racisme (FCLR) ist eine jährliche Veranstaltungsreihe in Deutschland, die sich gegen jegliche Diskriminierung positioniert und sich mit gesellschaftlichen Problemen wie Rassismus und Antisemitismus auseinandersetzt. Es wird von verschiedenen Universitäten in Zusammenarbeit mit dem freien Zusammenschluss von Studentenschaften und dem Bundesverband ausländischer Studierender organisiert. Das diesjährige FCLR des AStA der Universität Bonn findet ab dem 10.06. statt und bietet spannende Vorträge, Diskussionsrunden und Filmvorführungen, um ein Bewusstsein für die hierarchischen Diskriminierungskategorien wie Rasse, Geschlecht, Sexualität und Klasse zu schaffen und Begegnungsräume zu schaffen, um Ressentiments abzubauen. Die Pandemie und Wirtschaftskrise verstärken bestehende Diskriminierungen und machen die Dekolonisierung und Beseitigung von rassistischen Verhältnissen in unseren Institutionen und Lebenswelten notwendiger denn je.
Autor / Komponist: AStA der Uni Bonn
Regisseur: Eine Veranstaltung von Festival contre le racisme Bonn

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